Datei für den 3D-Druck vorbereiten

Mit einer guten Datei klappt der Druck fast von allein. Hier steht, worauf es ankommt.

Welche Dateien wir drucken

Du kannst STL und 3MF hochladen, OBJ lesen wir auch. Eine Datei darf bis 50 MB groß sein. Fast jedes 3D-Programm kann diese Formate exportieren, und fertige Modelle zum Herunterladen gibt es meist genau so.

  • STL ist der Klassiker. Die Datei beschreibt nur die Oberfläche deines Modells, ohne Farbe und ohne Einheit.
  • 3MF ist neuer und speichert die Einheit mit. Außerdem ist die Datei gepackt und dadurch oft kleiner. Wenn dein Programm 3MF anbietet, nimm das.

Millimeter, nicht Zoll

Wir lesen jede Datei in Millimetern. Bei einer STL steht keine Einheit drin, nur Zahlen. Hat jemand in Zoll konstruiert, wird aus einem 4 Zoll großen Halter bei uns ein Halter mit 4 mm.

Das merkst du sofort an den Maßen in der Vorschau. Im ez!-Modus kannst du dann die Einheit der Datei umstellen. Im Editor bekommst du bei sehr kleinen Modellen den Hinweis, dass die Datei vielleicht in Zoll gespeichert ist, und kannst sie mit einem Klick um das 25,4-Fache vergrößern.

Bis 180 mm in jede Richtung

Unsere Drucker haben einen Bauraum von 180 × 180 × 180 mm. So groß darf dein Teil in einem Stück sein. Ist es größer, bieten wir dir beim Hochladen an, es passend zu verkleinern.

Soll es in Originalgröße bleiben, teil es in deinem Programm in mehrere Stücke, die jedes für sich passen. Die kannst du nach dem Druck verkleben oder verschrauben. Leg die Schnitte an Stellen, wo eine Klebenaht nicht stört, und plan bei Steckverbindungen etwas Spiel ein (mehr dazu bei Löcher und Passungen).

Ein geschlossenes Netz

Eine 3D-Datei beschreibt die Oberfläche deines Modells als Netz aus vielen kleinen Dreiecken. Damit der Drucker weiß, was innen und was außen ist, muss dieses Netz rundum geschlossen sein, wie eine Hülle ohne Löcher. Man sagt auch: Das Modell ist wasserdicht.

Kleine Lücken schließt unsere Druckvorbereitung meist von selbst. Bei größeren Löchern oder Flächen, die sich gegenseitig durchdringen, kann sie das Modell nicht sauber in Schichten zerlegen. Dann hilft es, das Modell in deinem Programm als festen Körper zu exportieren und nicht als einzelne Flächen. Viele Programme haben auch eine Funktion, die ein Netz prüft und repariert.

Häufige Fehler und wie du sie behebst

Häufige Fehler in Druckdateien
Was du siehstWoran es meist liegtSo behebst du es
Das Modell ist winzigDie Datei ist in Zoll gespeichert.Einheit auf Zoll stellen oder um das 25,4-Fache vergrößern.
Das Modell ist zu großEs ist größer als 180 mm oder in einer anderen Einheit gespeichert.Maße prüfen, dann verkleinern oder in Stücke teilen.
Die Druckvorbereitung meldet einen FehlerDas Netz hat Löcher oder Flächen, die sich durchdringen.Als festen Körper exportieren oder das Netz reparieren lassen.
Das Teil liegt schief oder auf einer SpitzeDie Lage aus deinem Programm passt nicht zum Druck.Im Editor mit Auf Fläche legen eine flache Seite nach unten drehen.
Die Datei ist größer als 50 MBDie Oberfläche ist sehr fein aufgelöst.Beim Export etwas gröber auflösen oder als 3MF speichern.

Was dir die Vorschau im Shop zeigt

Sobald deine Datei hochgeladen ist, bereiten wir den Druck im Hintergrund komplett vor. Darum siehst du schon vor der Bestellung:

  • dein Modell auf der Druckplatte, in der Farbe, die du gewählt hast,
  • seine Maße in Millimetern,
  • ob es Stellen gibt, die frei in der Luft hängen (dann schalten wir Stützen für dich ein),
  • Druckzeit, Gewicht und Preis, direkt aus der Druckvorbereitung.

Im Editor kannst du dir außerdem die Überhänge rot einfärben lassen und mit der Schnittansicht ins Innere schauen. Das hilft, wenn du wissen willst, wo Stützen hinkommen.

Wir schauen auch drauf

Auf dem normalen Weg sehen wir uns jede Datei an, bevor sie auf den Drucker geht. Fällt uns etwas auf, etwa eine zu dünne Wand, melden wir uns vorher bei dir.